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Umdeckung einer Kirche

Deckmalgeschützte Steildachsanierung einer Kirche

Beschreibung

Steildachsanierung einer denkmalgeschützten Kirche – Ausführungsbeschreibung

Im Rahmen der Sanierung des Steildachs einer denkmalgeschützten Kirche wurden umfangreiche Maßnahmen zur statischen Sicherung, zur dauerhaften Witterungsbeständigkeit sowie zum Erhalt des historischen Erscheinungsbildes durchgeführt.

Erneuerung der Dachkonstruktion

Im ersten Schritt wurden beschädigte und marode Sparren fachgerecht ausgebaut und durch neue, statisch geeignete Sparren ersetzt. Dabei wurde besonderer Wert auf den Erhalt der bestehenden Dachform und der historischen Konstruktion gelegt, wie es die Anforderungen des Denkmalschutzes vorsehen.

Unterdach und Dachaufbau

Auf den Sparren wurden diffusionsoffene AGEPAN-Holzfaserplatten montiert. Diese dienen als Unterdach, verbessern den Wärme- und Schallschutz und sorgen gleichzeitig für eine hohe Atmungsaktivität der Dachkonstruktion – ein wichtiger Aspekt bei historischen Gebäuden.

Dacheindeckung

Die Neueindeckung erfolgte mit Tonziegeln des Typs Meyer Holsen Tandem. Diese Ziegel vereinen eine traditionelle Optik mit moderner Funktionalität und sind besonders langlebig. Durch ihre Form und Farbgebung fügen sie sich harmonisch in das historische Gesamtbild der Kirche ein.

Ortgänge und Dachentwässerung

Die Ortgangsausbildungen sowie die Dachrinnen wurden vollständig in Kupfer ausgeführt. Kupfer ist nicht nur äußerst langlebig und wartungsarm, sondern entwickelt im Laufe der Zeit eine natürliche Patina, die sich optisch ideal in denkmalgeschützte Bauwerke einfügt.

Kamin- und Wandanschlüsse

Die Kamine sowie alle Wandanschlüsse wurden mit Bleiwolle ausgeführt. Diese traditionelle Anschlussart stellt eine bewährte, altmodische Technik dar, die besonders bei denkmalgeschützten Gebäuden zum Einsatz kommt. Bleiwolle ermöglicht eine flexible und dauerhaft dichte Anpassung an unregelmäßige Mauerwerke und erfüllt sowohl funktionale als auch denkmalpflegerische Anforderungen.

Fazit

Durch die Kombination aus moderner Dachtechnik und traditionellen Handwerksmethoden konnte das Steildach der Kirche nachhaltig saniert werden, ohne den historischen Charakter des Bauwerks zu beeinträchtigen. Die Sanierung gewährleistet langfristigen Schutz vor Witterungseinflüssen und trägt zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes bei.

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